Über die Zukunft…

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Viele von euch werden sich gefragt haben: wieso braucht er bloß solange, für die Fortsetzung der “Wanifen”,

die schon länger unter dem Titel “Die Wanifen-Geisterfeuer” herumgeistert in so manchem Forum herumgeistert.

Hier die ganze Geschichte: Ich habe mir für das bisher erschienene und alle möglichen noch darauf folgenden Bücher dieser Reihe gewünscht, dass sie bereits vom Cover her, die Stimmung der Romane widerspiegeln.

Dazu hatte ich bereits früher die perfekte Künstlerin kennengelernt: Sarah Postner. Gemeinsam mit Sarah habe ich nicht nur für den zweiten Band ein tolles Covere entwickelt, sondern auch den ersten Band ein dazu passendes, ganz neues Gesicht gegeben und den Untertitel “Seegeist” hinzugefügt. Die völlig neue Ausgabe von Band 1 ist eben erschienen und ist mittelerweile überall erhältlich oder bestellbar u.a. hier: https://tredition.de/autoren/rene-anour-14854/die-wanifen-hardcover-56717/

Zusätzlich wurden in Band 1 noch die von Sarah designten orignal Geistzeichen eingebaut und ein Kapitel über die Pfahlbauzeit hinzugefügt, sodass man noch tiefer in die Geschichte eintauchen kann. Ich kann euch gar nicht sagen, wie zufrieden ich mit dem Ergebnis bin.

Als Vorgeschmack für alle die schon sehnsüchtig auf Band II warten, werde ich vorher eine neue Leserunde auf lovelybooks zur Neuauflage von Band I starten, bei der es viele Bücher zu gewinnen geben wird. Unmittelbar danach. Vermutlich Mitte Oktober, folgt Band II und auch hier wird es eine große Leserunde geben, mit der Möglichkeit das Buch zu gewinnen.

Ich halte Euch jedenfalls auf dem Laufenden und danke euch, für eure Geduld mit mir.

Euer René

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Manchmal muss man einfach weg…

Kanada

Lachse
Wenn ich Geschichten schreibe, mich in die mächtige Natur einer lang zurückliegenden Vergangenheit versetze, hilft das, ein bisschen Abstand zu unserer parzellierten und zersiedelten Realität zu gewinnen –aber manchmal ist es nicht genug.
Bevor mein erster Roman veröffentlicht wurde, wurde ich zu einem wissenschaftlichen Kongress nach Toronto eingeladen. Kanada hatte mich schon immer fasziniert, also reiste ich einige Zeit vor dem Kongress an.
Gejetlagt und erledigt nahm ich mir am Flughafen einen Mietwagen und fuhr hinaus in die Wildnis, ohne feste Route oder gebuchte Hotels. Für mehrere Tage, tat ich nichts anderes, als zu gehen. Es war eine der wunderbarsten Erfahrungen meines Lebens. Ich sah Fischottern beim Spielen zu, betrachtete die unwirklichen Farben des Indian Summers und beobachtete Lachse beim Laichen. Ich glaube, es gab Tage, an denen habe ich kein einziges Wort gesagt. Nach meinem Wegsein fuhr ich zurück in die Stadt, rasierte mich, schlüpfte in meinen Anzug und ging mit einem breiten Lächeln in das riesige Convention Center hinüber, in dem mein Kongress stattfand. Ich denke, wie die meisten von uns brauche ich andere Menschen – Lachen, Streiten, Lieben und alles was dazugehört, aber manchmal, so scheint es, gibt es Zeiten, da reicht es einfach zu gehen und zu schauen – und alles ist geil.

Über den Mut

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Es ist so eine Sache, mit dem Mut. Ich habe festgestellt, Menschen zeigen ihn auf sehr unterschiedliche Weise. Ich z.B. würde niemals Fallschirmspringen, nicht nur deshalb, weil sich bei meinem Freund Christoph tatsächlich einmal der Fallschirm nicht geöffnet hat (ja, sowas passiert wirklich) und er nur überlebt hat, weil sein Tandempartner die größte Wucht des Aufpralls abbekommen hat. Heute war allerdings eine etwas andere Art des Muts für mich gefragt. Ich hatte mich wieder für fast ein Jahr in die Welt der Wanifen vertieft, in die Welt der Alpengeister, wilder Natur und tiefen, zwischenmenschlichen Beziehungen, in der auch mein erster Roman spielt. Die Geschichten, die man schreibt, lassen einen nie unberührt. Es gibt Passagen, die möchte ich nie wieder lesen, weil sie mich zu sehr an echte Menschen und Situationen erinnern und Angst, Freude, Traurigkeit oder Wut in mir auslösen. Andere Stellen liest man tausend Mal, immer wieder, weil sie sich noch nicht richtig anfühlen. In Wahrheit hätte ich das Manuskript wahrscheinlich schon vor Tagen wegschicken können, aber, ja, mir fehlte wohl der Mut – weil es sich eben nicht um eine Seminararbeit, sondern um etwas sehr Persönliches handelt. Man muss etwas preisgeben, als würde man sein inneres Kind zu Germany’s next Topmodel schicken mit der Gewissheit, von Heidis hämischen Kommentaren wieder nachhause geschickt zu werden.
Heute bin ich gesprungen, ganz ohne Tandem, und habe “Die Wanifen – Geisterfeuer” meiner Verlegerin geschickt und damit eine Periode gespannten Wartens eingeleitet. Glück auf- mein inneres Kind, mögest du’s bis zum letzten Photoshooting schaffen!

Ich oute mich, als Morgifan

Ich liebe Schispringen. Vielleicht liegt’s daran, dass diese federleichten Menschen, die von gigantischen Schanzenanlagen hinabgleiten, ganz andere Typen sind als ich, der, wenn er zu viel trainiert, schnell mal breiter als hoch wird und den keine Brise der Welt 200m und weiter tragen würde.

In diesem Jahr hat mich vor Allem, der Leidensweg von Thomas Morgenstern berührt, weil ich selten Menschen erlebt habe, bei denen Glück und Leid so nahe beieinander liegen. Nach langer Abwesenheit in der Weltspitze, Verletzungspech und einer Scheidung hat er sich in dieser Saison zurück in die Weltspitze gekämpft – und gewann wieder. Einen Tag nach seinem hart erkämpften Comeback Sieg stürzte er schwer und die ganze Arbeit, die ihn zurück nach oben gebracht hatte, schien wirkunglos verpufft.

Kaum zwei Wochen später stand Morgenstern wieder auf der Schanze. Er hatte einen Begleiter bei sich, der ihm die Bindung einstellte, weil er das mit noch immer gebrochenem Daumen nicht konnte. Und für alle überraschend verpasste Thomas Morgenstern den Sieg in der prestigeträchtigen Vierschanzen-Tournée nur hauchdünn und zeigte Sprünge, bei denen keiner mit konnte.

Seine Leistung hat mich darüber nachdenken lassen, wie ich selbst mit Tiefschlägen umgehe, die jeder von uns von Zeit zu Zeit hinnehmen muss und habe für mich festgestellt: erfolgreichen Menschen werden nicht weniger Steine in den Weg gelegt, als jedem anderen, aber – oft gegen alle Vernunft – vertrauen sie weiter auf ihre Fähigkeiten und folgen ihrem Weg, an den außer ihnen niemand mehr geglaubt hat. Die wirklich tollen Dinge im Leben, die fliegen einem wohl nicht einfach so zu, auch wenn der beste Aufwind herrscht. Vielleicht muss man für die wirklich guten Dinge im Leben arbeiten, jeden Tag aufs Neue.

Gestern hörte ich kurz auf zu atmen, als ich sah, wie Thomas Morgenstern auf einer der größten Schanzen der Welt schrecklich zu Sturz kam, so schlimm, dass ich sicher war, er würde sterben – heute scheint er sich (trotz einer Hirnblutung!) erstaunlich rasch zu erholen. Ich wünsche ihm, dass er uns bald wieder mit seiner inspirierenden Steh-Auf Mentalität überrascht. Gute Besserung!

 

Videotour-das Finale

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Ich danke allen, die mich über dieses Monat begleitet haben. Es war für mich eine wirklich schöne, wenn auch ungewohnte Erfahrung vor einer Kamera einfach frei drauflos zu erzählen. Was in einem Buch steht, kann zwar jeder lesen, trotzdem sind es für mich auch sehr persönliche Dinge, die da hineingeflossen sind. Ihr wart mit mir übrigens im Wienerwald, der Wiener Innenstadt, der Salachau, am Seewaldsee und im Zoo Schöbrunn (nachdem ich nicht in jedem Video der Ort genannt wurde). Nachdem ich Euch die Welt der Wanifen ein Stückchen näher bringen durfte, ist es jetzt Zeit, dass ihr Euren eigenen Seelengeist kennenlernt. Jeder, der mir die Losungsworte aller Videos zugesandt hat, bekommt noch heute von mir den “Geistzeichentest”, den ihr mir bitte ausgefüllt zurückschickt und dann ist er schon gleich bei Euch 🙂

Darüberhinaus gab es bei der Videotour ja auch noch etwas zu gewinnen, und zwar zwei signierte Printbücher und 5 E-Books. Diese wurden heute gezogen, und ich darf gratulieren (die Namen sind so, wie sie in meiner Inbox aufgeschienen sind):

Printbuch:
1.Betty Heuwieser
2.Gregor S.

Ebook
1.samirageib
2.Jenny Krause
3.Karin Felme
4.Jenny Kümmel
5.MeliReut

Ich gratuliere 🙂

Mein Dank gilt außerdem den sechs außergewöhnlichen Bloggern, die so freundlich waren, die Videotour zu hosten:

Ein großes Dankeschön an:

•Lesen und mehr (Tanja), http://lesenundmehr.wordpress.com/2013/11/08/blogtour-die-wanifen-videotour-teil-1/
•Tintenhain (Mona) http://tintenhain.wordpress.com/
•TVSC’s kleine Welt (Uwe) http://taechl.blogspot.co.at/ (13.11.)
•Philips Welt (Philip) http://philipswelt.blogspot.co.at/ (15.11.)
•Fantasybuch.de (Adrian) http://www.fantasybuch.de (17.11.)
•Leselurchs Bücherhöhle (Simone) http://www.leselurch.de (20.11.)

Danke, dass Ihr dabei wart und bis zum nächsten Mal, wenn es weitergeht, mit den Wanifen 🙂

Euer René

Dabei sein, statt einfach nur lesen …

Geht das denn? Kann man Teil einer Geschichte werden, die jemand geschrieben hat, der mir nie begegnet ist, der nie ein Wort mit mir gesprochen hat?
Ich habe versucht, das für Euch ein Stück weit Wirklichkeit werden zu lassen, habe lange überlegt, wie man es anstellen könnte und bin schließlich zu folgender Idee gelangt:
Mit einer „Videotour“ einer neuen Form der Blogtour mache ich Station auf 6 ausgewählten Literaturlogs (Webadressen anbei). Diese Videos sollen Euch in die Welt meines Fantasyromans „Die Wanifen“ entführen, in die Alpen vor 6000 Jahren, als die Welt der Menschen und die der Geister noch wesentlich näher beieinander lagen und es Menschen, sogenannte Wanifen gab, die die Brücke zwischen den Welten bildeten.
Aber wo kommt Ihr ins Spiel? In jedem Video wird ein Losungswort genannt. Schickt mir die 6 Losungswörter an misomirror@hotmail.com und ihr erhaltet von mir nach einem kurzen Test Euren ganz persönlichen Seelengeist inklusive Erklärung, was dieser über seinen Besitzer aussagt. Neben interessanten Erkenntnissen über die eigene Persönlichkeit, erhält man dadurch einen Platz in dem Roman und die Geschichte wird plötzlich die eigene Geschichte.
Zusätzlich werden unter den Einsendern 5 e-books und 2 von mir handsignierte Printexemplare der „Wanifen“ verlost.

Ich bin gespannt, wie diese neue Art des Lesens bei Euch ankommt!

Euer René

Hier seht Ihr die Termine, an denen die Videos online kommen und die dazugehörigen Blogs. Natürlich kann man die Videos auch im Nachhinein sehen 🙂

Lesen und mehr lesenundmehr.wordpress.com (8.11.)
Tintenhain tintenhain.wordpress.com (10.11.)
TVSC’s kleine Welt http://taechl.blogspot.co.at/ (13.11.)
Philips Welt (15.11.) http://philipswelt.blogspot.co.at/
Fantasybuch.de http://www.fantasybuch.de/(17.11.)
Leselurchs Bücherhöhle http://www.leselurch.de (20.11.)
Verlosung der Bücher (23.11.) https://reneanour.wordpress.com

Was an Buchlesern fasziniert

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Leser sind wunderbare Menschen, das weiß ich nicht erst seit gestern, aber im Stillen habe ich mich immer gefragt, was es ist, warum ich mich mit diesen sogenannten Viellesern oft so blind verstehe?

Ich könnte nicht sagen, dass sie alle demselben Menschenschlag angehören, in der Sprache der Wissenschaft müsste man wohl von einer höchst inhomogenen Population sprechen. Alle gemeinsam haben sie, dass das Lesen erwiesenermaßen ihre Kreativität fördert und dass es uns im Altern vor geistigem Abbau schützen kann, wie kaum etwas sonst,  aber meine eigene Ansicht reicht noch ein bisschen weiter.

Als mein Roman  Die Wanifen  ein Fantasyroman, der vor etwa 6000 Jahren in den Alpen spielt, diesen Sommer erschien, lernte ich zum ersten Mal Menschen kennen, die Geschichten lasen, die ich geschrieben hatte. Um ehrlich zu sein: Ich hatte ganz schön Angst.  Würden sie an der Geschichte mögen, was ich mag, würden sie die Passagen hassen, bei denen ich mir selbst nicht sicher war?

In einer Leserunde auf dem Portal lovelybooks erhielt ich erste Antworten auf diese Fragen und sie überraschten mich allesamt: Jeder hatte eine andere Sichtweise der Geschichte, jeder schien andere Figuren zu mögen oder zu verabscheuen. Es gab Leute, mit denen diskutierte ich über den geschichtlichen Hintergrund, wieder andere attestierten einem auftretenden Naturgeist „Kuschelfaktor“. Eine Leserin sprach mir ihre Sympathie für eine Figur aus, die in der Geschichte kaum 2 Sätze sagt – wunderbar! Ich hatte mir zu dieser Figur viele Dinge überlegt, die es nie ins Buch geschafft hatten. Das gleiche Kapitel war manchen Lesern zu kurz, anderen zu lang. Wieder andere erzählten mir, die Geschichte hätte sie zu Tränen gerührt.

Ich war überwältigt und habe endlich begriffen, was das einzige ist, was Buchliebhaber wirklich gemeinsam haben: einen unabhängigen Geist, der seine Geschichten beim Lesen selber erfindet.

Was für ein großartiger Menschenschlag!