Dabei sein, statt einfach nur lesen …

Geht das denn? Kann man Teil einer Geschichte werden, die jemand geschrieben hat, der mir nie begegnet ist, der nie ein Wort mit mir gesprochen hat?
Ich habe versucht, das für Euch ein Stück weit Wirklichkeit werden zu lassen, habe lange überlegt, wie man es anstellen könnte und bin schließlich zu folgender Idee gelangt:
Mit einer „Videotour“ einer neuen Form der Blogtour mache ich Station auf 6 ausgewählten Literaturlogs (Webadressen anbei). Diese Videos sollen Euch in die Welt meines Fantasyromans „Die Wanifen“ entführen, in die Alpen vor 6000 Jahren, als die Welt der Menschen und die der Geister noch wesentlich näher beieinander lagen und es Menschen, sogenannte Wanifen gab, die die Brücke zwischen den Welten bildeten.
Aber wo kommt Ihr ins Spiel? In jedem Video wird ein Losungswort genannt. Schickt mir die 6 Losungswörter an misomirror@hotmail.com und ihr erhaltet von mir nach einem kurzen Test Euren ganz persönlichen Seelengeist inklusive Erklärung, was dieser über seinen Besitzer aussagt. Neben interessanten Erkenntnissen über die eigene Persönlichkeit, erhält man dadurch einen Platz in dem Roman und die Geschichte wird plötzlich die eigene Geschichte.
Zusätzlich werden unter den Einsendern 5 e-books und 2 von mir handsignierte Printexemplare der „Wanifen“ verlost.

Ich bin gespannt, wie diese neue Art des Lesens bei Euch ankommt!

Euer René

Hier seht Ihr die Termine, an denen die Videos online kommen und die dazugehörigen Blogs. Natürlich kann man die Videos auch im Nachhinein sehen 🙂

Lesen und mehr lesenundmehr.wordpress.com (8.11.)
Tintenhain tintenhain.wordpress.com (10.11.)
TVSC’s kleine Welt http://taechl.blogspot.co.at/ (13.11.)
Philips Welt (15.11.) http://philipswelt.blogspot.co.at/
Fantasybuch.de http://www.fantasybuch.de/(17.11.)
Leselurchs Bücherhöhle http://www.leselurch.de (20.11.)
Verlosung der Bücher (23.11.) https://reneanour.wordpress.com

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Was an Buchlesern fasziniert

buch_mit_leseband

Leser sind wunderbare Menschen, das weiß ich nicht erst seit gestern, aber im Stillen habe ich mich immer gefragt, was es ist, warum ich mich mit diesen sogenannten Viellesern oft so blind verstehe?

Ich könnte nicht sagen, dass sie alle demselben Menschenschlag angehören, in der Sprache der Wissenschaft müsste man wohl von einer höchst inhomogenen Population sprechen. Alle gemeinsam haben sie, dass das Lesen erwiesenermaßen ihre Kreativität fördert und dass es uns im Altern vor geistigem Abbau schützen kann, wie kaum etwas sonst,  aber meine eigene Ansicht reicht noch ein bisschen weiter.

Als mein Roman  Die Wanifen  ein Fantasyroman, der vor etwa 6000 Jahren in den Alpen spielt, diesen Sommer erschien, lernte ich zum ersten Mal Menschen kennen, die Geschichten lasen, die ich geschrieben hatte. Um ehrlich zu sein: Ich hatte ganz schön Angst.  Würden sie an der Geschichte mögen, was ich mag, würden sie die Passagen hassen, bei denen ich mir selbst nicht sicher war?

In einer Leserunde auf dem Portal lovelybooks erhielt ich erste Antworten auf diese Fragen und sie überraschten mich allesamt: Jeder hatte eine andere Sichtweise der Geschichte, jeder schien andere Figuren zu mögen oder zu verabscheuen. Es gab Leute, mit denen diskutierte ich über den geschichtlichen Hintergrund, wieder andere attestierten einem auftretenden Naturgeist „Kuschelfaktor“. Eine Leserin sprach mir ihre Sympathie für eine Figur aus, die in der Geschichte kaum 2 Sätze sagt – wunderbar! Ich hatte mir zu dieser Figur viele Dinge überlegt, die es nie ins Buch geschafft hatten. Das gleiche Kapitel war manchen Lesern zu kurz, anderen zu lang. Wieder andere erzählten mir, die Geschichte hätte sie zu Tränen gerührt.

Ich war überwältigt und habe endlich begriffen, was das einzige ist, was Buchliebhaber wirklich gemeinsam haben: einen unabhängigen Geist, der seine Geschichten beim Lesen selber erfindet.

Was für ein großartiger Menschenschlag!

Acacia-wer “Game of Thrones” liebte, wird es mögen!

acacia

Lesetipp: Wer die Game of Thrones Reihe gelesen hat, dem werden ein paar Dinge bekannt vorkommen, wenn er “Acacia, Macht und Verrat” von David Anthony Durham aufschlägt. Ein mächtiges Königreich, das über viele kleinere beherrscht. Königskinder, die zu Anfang nicht sonderlich sympathisch wirken. Man würde das Buch schon weglegen, wenn Durham die Welt, die er zunächst so akribisch beschreibt, nicht von einem Augenblick auf den anderen ins Unglück stürzt. Das Unglück kommt in Form der Mein, eines nordischen Volks, das auf Rache sinnt. Gemeinsam mit einer menschenähnlichen Rasse, den riesenhaften Numrek, legen sie binnen weniger Tage das so stabil wirkende Königreich lahm. In letzter Sekunde können die Königskinder in den entlegendsten Teilen der Welt versteckt werden, wo sie zu sehr unterschiedlichen Helden heranwachsen. Fazit: Was zunächst etwas langatmig mit einem Tick zu vieler Handlungsstränge beginnt, gewinnt sehr schnell an Spannung und würde man am liebsten in einem Zug auslesen. Reicht zwar nicht ganz an Game of Thrones heran aber auf jeden Fall thumbs up!